Eigene Nummer unterdrücken: So rufen Sie anonym an – iPhone, Android, Samsung und Festnetz
Für einen einzelnen Anruf vom Handy wählen Sie #31# direkt vor der Rufnummer. Dauerhaft schalten Sie am iPhone unter Einstellungen › Apps › Telefon die Option „Meine Anrufer-ID senden“ aus, bei Samsung wählen Sie unter Einstellungen › Zusatzdienste › „Ihre Anrufer-ID anzeigen“ die Option „Nie“. Bei Notrufen wird Ihre Nummer trotzdem übertragen.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Einzelner Anruf vom Handy: #31# und direkt danach die Rufnummer wählen.
- iPhone: Einstellungen › Apps › Telefon › „Meine Anrufer-ID senden“ ausschalten.
- Samsung: Telefon › Einstellungen › Zusatzdienste › „Ihre Anrufer-ID anzeigen“ › „Nie“ wählen.
- Festnetz: Codes unterscheiden sich je nach Anbieter – dauerhaft stellen Sie die Unterdrückung im Kundenportal oder in der FRITZ!Box ein.
- Bei Notrufen an 110 und 112 wird Ihre Nummer immer übertragen.
- Ist die Option ausgegraut oder wirkt sie nicht, fragen Sie Ihren Mobilfunkanbieter.
Sie möchten jemanden anrufen, ohne dass Ihre Nummer auf dem Display erscheint? Das geht mit jedem Handy und fast jedem Festnetzanschluss – für einen einzelnen Anruf per Code oder dauerhaft in den Einstellungen. Hier lesen Sie, wie es auf dem iPhone, auf Android-Handys, bei Samsung und im Festnetz funktioniert, wann die Nummer trotzdem übertragen wird und wie Sie sie wieder anzeigen. Menübezeichnungen können je nach Gerät, Softwareversion und Anbieter abweichen.
Schritt für Schritt
Schematische Darstellung. Bezeichnungen können je nach Version leicht abweichen.
Was beim Angerufenen ankommt
Unterdrücken Sie Ihre Nummer, überträgt das Netz sie nicht an den Angerufenen. Auf seinem Display steht dann je nach Gerät etwa „Unbekannt“, „Privat“ oder „Anonym“. Fachleute sprechen von CLIR (Rufnummernunterdrückung).
Das Recht dazu ist gesetzlich geregelt: Ihr Telefonanbieter muss Ihnen ermöglichen, die Anzeige Ihrer Nummer dauerhaft oder für jeden Anruf einzeln zu unterdrücken – einfach und kostenlos (§ 15 Abs. 1 TDDDG). Anonym heißt allerdings nur: Der Angerufene sieht die Nummer nicht. Ihr Anbieter kennt sie weiterhin.
Einzelner Anruf: #31# vor die Nummer
Am Handy wählen Sie #31# und direkt danach die Rufnummer, ohne Leerzeichen. Dann tippen Sie wie gewohnt auf Anrufen. Die Unterdrückung gilt nur für dieses eine Gespräch, der nächste Anruf zeigt Ihre Nummer wieder.
Praktischer Trick: Speichern Sie bei einem Kontakt die Nummer mit vorangestelltem #31#. Dann rufen Sie diese Person immer anonym an, alle anderen sehen Ihre Nummer wie gewohnt.
iPhone: eigene Nummer dauerhaft unterdrücken
- Öffnen Sie die App Einstellungen.
- Tippen Sie auf Apps und dann auf Telefon.
- Tippen Sie auf Meine Anrufer-ID senden.
- Schalten Sie Meine Anrufer-ID senden aus.
Bei älteren iOS-Versionen ohne den Punkt Apps finden Sie Telefon direkt in den Einstellungen: Einstellungen › Telefon › Meine Anrufer-ID senden.
Ist der Schalter ausgegraut oder fehlt er ganz, legt Ihr Mobilfunkanbieter die Einstellung im Netz fest. Apple empfiehlt, sich dann an den Anbieter zu wenden.
Android: Google-Telefon-App und andere Geräte
Wo die Einstellung liegt, hängt vom Hersteller und von der Telefon-App ab. Google beschreibt die Funktion in der Hilfe seiner Telefon-App nicht. Auf vielen Geräten führt dieser Weg zum Ziel:
- Öffnen Sie die Telefon-App und tippen Sie auf Weitere Optionen (drei Punkte).
- Tippen Sie auf Einstellungen und dann – je nach Gerät – auf Anrufkonten oder Anruf. Haben Sie zwei SIM-Karten, wählen Sie die richtige aus.
- Tippen Sie auf Zusätzliche Einstellungen › Anrufer-ID.
- Wählen Sie im Auswahlmenü die Option, die Ihre Nummer verbirgt, etwa Rufnummer unterdrücken.
Finden Sie den Punkt nicht, suchen Sie in den Einstellungen der Telefon-App nach „Anrufer-ID“. Wenn alles nicht hilft, bleibt #31# für jeden einzelnen Anruf.
Samsung: Nummer verbergen
Samsung-Galaxy-Handys haben eine eigene Telefon-App. Bei aktuellen Modellen gehen Sie so vor:
- Öffnen Sie die Telefon-App und tippen Sie auf Weitere Optionen (drei Punkte).
- Tippen Sie auf Einstellungen › Zusatzdienste.
- Tippen Sie auf Ihre Anrufer-ID anzeigen.
- Wählen Sie Nie.
Der Hinweistext unter „Ihre Anrufer-ID anzeigen“ zeigt danach an, ob die Unterdrückung aktiv ist. Bei Geräten mit Android 9 oder 10 heißen die Punkte Anrufer-ID anzeigen und Nummer verbergen. Bei älteren Modellen liegt die Funktion unter Einstellungen › Anrufeinstellungen oder Anruf, dann Weitere Einstellungen oder Zusätzliche Einstellungen › Anrufer-ID. Für die Funktion braucht Ihr Handy eine aktive SIM-Karte.
Festnetz und FRITZ!Box
Im Festnetz gibt es keinen einheitlichen Code. Er hängt vom Anbieter und teils vom Router ab. Nach einer Übersicht von heise gilt zum Beispiel bei der Telekom *31# vor der Rufnummer, bei Vodafone *67*, bei O2 und 1&1 *31*. Solche Codes können sich ändern – prüfen Sie im Zweifel die Hilfeseiten Ihres Anbieters.
Dauerhaft unterdrücken Sie die Nummer meist im Kundenportal Ihres Anbieters. Bei einer FRITZ!Box können Sie die Unterdrückung zusätzlich für jedes Telefon einzeln einstellen: Telefonie › Telefoniegeräte, Telefon bearbeiten, dann unter den Merkmalen des Telefoniegeräts Eigene Rufnummer unterdrücken (CLIR) aktivieren. Die Bezeichnungen hängen von der FRITZ!OS-Version ab. Manche Telefone haben außerdem eine eigene Einstellung wie „Rufnummer übermitteln“.
Wann Ihre Nummer trotzdem ankommt oder der Anruf scheitert
- Notrufe: Bei 110 und 112 wird Ihre Nummer immer übertragen, ebenso bei 116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst) und 124 124. Das schreibt § 15 Abs. 1 TDDDG vor.
- Sperre beim Angerufenen: Jeder darf Anrufe ohne Rufnummer abweisen. Viele Menschen tun das – auf dem iPhone, unter Android oder per Rufsperre in der FRITZ!Box. Ihr Anruf kommt dann nicht durch oder landet auf der Mailbox. Andere nehmen anonyme Anrufe einfach nicht an.
- Werbeanrufe: Wer zu Werbezwecken anruft, darf seine Nummer nicht unterdrücken und muss die ihm zugeteilte Nummer übermitteln (§ 15 Abs. 2 TDDDG). Die Bundesnetzagentur kann dafür ein Bußgeld von bis zu 300.000 Euro verhängen. Das betrifft Unternehmen und Callcenter, nicht Ihre privaten Anrufe.
- Einstellung im Netz: Ihr Anbieter kann die Rufnummernübermittlung im Netz festlegen. Dann wirkt die Einstellung am Handy nicht wie erwartet.
Warum so viele Menschen anonyme Anrufe misstrauisch sehen, lesen Sie im Ratgeber anonyme Anrufe.
Eigene Nummer wieder anzeigen
| Gerät | So zeigen Sie die Nummer wieder an |
|---|---|
| iPhone | Einstellungen › Apps › Telefon › Meine Anrufer-ID senden einschalten |
| Samsung | Zusatzdienste › Ihre Anrufer-ID anzeigen › Netzstandard (Android 9/10: Nummer anzeigen) |
| Andere Android-Geräte | Unter Anrufer-ID die Standard- oder Anzeige-Option wählen |
| Festnetz | Einstellung im Kundenportal oder in der FRITZ!Box zurücksetzen |
„Netzstandard“ bedeutet: Ihr Mobilfunkanbieter entscheidet, ob die Nummer übertragen wird. In der Regel wird sie dann angezeigt.
Sehen Ihre Gesprächspartner Ihre Nummer trotzdem nicht – bei Vodafone, Telekom, O2 oder einem anderen Anbieter –, ist die Unterdrückung vermutlich im Netz eingestellt. Das ist zum Beispiel möglich, wenn sie früher einmal beauftragt wurde. Bitten Sie dann den Kundenservice, die Rufnummernübermittlung einzuschalten. Bis dahin lässt sich die Nummer bei manchen Anbietern für einen einzelnen Anruf mit *31# vor der Rufnummer anzeigen.
Häufige Fragen
Wie kann ich meine Nummer für einen Anruf unterdrücken?
Wählen Sie am Handy #31# und direkt danach die Rufnummer. Ihre Nummer wird dann nur bei diesem Anruf nicht angezeigt. Im Festnetz unterscheiden sich die Codes je nach Anbieter.
Wo finde ich beim iPhone „Meine Anrufer-ID senden“?
Unter Einstellungen › Apps › Telefon › Meine Anrufer-ID senden. Bei älteren iOS-Versionen steht Telefon direkt in den Einstellungen. Ist der Schalter ausgegraut, wenden Sie sich an Ihren Mobilfunkanbieter.
Wie unterdrücke ich meine Nummer bei Samsung?
Öffnen Sie die Telefon-App, tippen Sie auf die drei Punkte und dann auf Einstellungen › Zusatzdienste › Ihre Anrufer-ID anzeigen. Wählen Sie „Nie“. Bei Android 9 und 10 heißt die Option „Nummer verbergen“.
Ist es erlaubt, die eigene Nummer zu unterdrücken?
Ja, für private Anrufe ist das erlaubt, und Ihr Anbieter muss es kostenlos ermöglichen. Wer zu Werbezwecken anruft, darf seine Nummer dagegen nicht unterdrücken.
Sieht die Polizei meine Nummer, wenn ich sie unterdrücke?
Ja. Bei Notrufen an 110 und 112 wird Ihre Nummer immer übertragen, auch wenn Sie sie unterdrückt haben.
Warum wird meine Nummer nicht angezeigt, obwohl ich sie freigegeben habe?
Vermutlich ist die Unterdrückung bei Ihrem Anbieter im Netz eingestellt. Bitten Sie den Kundenservice, die Rufnummernübermittlung einzuschalten. Prüfen Sie außerdem, ob am Handy „Netzstandard“ oder die Anzeige-Option gewählt ist.
Quellen
- Meine Anrufer-ID auf dem iPhone blockieren – Apple Support
- Rufnummerunterdrückung einschalten – Samsung Support
- Android-Rufnummer unterdrücken: So geht’s – o2
- Festnetz-Rufnummer unterdrücken – so klappt’s – heise online
- § 15 TDDDG – Rufnummernanzeige und -unterdrückung – Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de)
- Unerlaubte Telefonwerbung – Bundesnetzagentur
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